Autofokus der K-5

Das neue Autofokus-System SAFOX IX+ arbeitet mit elf Feldern, wovon neun Kreuzsensoren sind (die K-7 arbeitet mit SAFOX VII+, die aktuelle K-r ebenfalls mit SAFOX IX+). Alle AF-Felder sind auch manuell anwählbar. Die Automatik wählt wahlweise aus allen elf oder nur den fünf mittleren Feldern.

Pentax K-5 (Quelle: Pentax)

Verwendet wird ein relativ starker Motor, der schnell den gesamten Entfernungsbereich durchfahren kann und dafür sorgt, dass in den meisten Situationen auch schnell fokussiert wird. Der Autofokus arbeitet mit entsprechenden SDM-Objektiven nahezu geräuschlos, bei Objektiven mit mechanischer Übertragung (z.B. das DA 18-55 WR) aber auch mit erträglicher Lautstärke.

Die Geschwindigkeit des Autofokus verbessert sich kontinuierlich weiter. Gegenüber der K-7 und früheren Modellen ist insbesondere in schwierigen Lichtsituationen ein deutlicher Geschwindigkeitssprung festzustellen, während bei guten Lichtverhältnissen weiterhin schnell und zuverlässig fokussiert wird. Eine sehr gute Unterstützung hingegen ist das grüne (!) Hilfslicht, das sich bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch hinzuschaltet (auch abschaltbar) und das Fokussieren auf kurzen Distanzen spürbar erleichtert – und das deutlich unauffälliger als mit durch den internen Blitz abgegebenen Blitzsalven.

Im LiveView-Modus kann mittels der AF-Taste über den Sensor scharfgestellt werden. Dabei wird der mittlere Bildbereich auf dem Monitor vergrößert gezeigt und Geschwindigkeit sowie Genauigkeit haben deutliche Fortschritte gegenüber der K-7 gemacht. Schön ist, dass der Autofokuspunkt sehr fein verschiebbar ist und bei AF.C der Autofokuspunkt an einer Stelle des Motivs fixiert bleibt, auch wenn man die Kamera nach links oder rechts schwenkt. Nach wie vor der ist der klassische Autofokus aber spürbar schneller als die Kontrastmessung im LiveView-Modus.

Im Internet wird seit geraumer Zeit über Probleme berichtet, wenn bei Glühlampenlicht fokussiert wird. Ich habe das mit dem DA 18-135 WR auch getestet und bei wenig Glühlampenlicht einen gut erkennbaren Frontfokus festgestellt, der auch ohne aufwändigen Testaufbau reproduzierbar ist. Beim DA 18-55 WR funktioniert es besser, aber auch nicht perfekt. Der Autofokus ist generell unter diesen Bedingungen und mit den Kit-Objektiven problematischer im Weitwinkel-Bereich – was wohl vor allem an der mit F3.5 größeren maximalen Blendenöffnung liegt. Mit sehr starkem Glühlampenlicht ist das Problem auf den ersten Blick bei den nicht besonders lichtstarken Kit-Objektiven nicht mehr eindeutig reproduzierbar. Besonders problematisch ist immer eine Kombination aus wenig Licht mit sehr niedriger Farbtemperatur (d.h. reines Glühlampenlicht). In verschiedenen Internet-Foren wird bereits intensiv darüber diskutiert und es gibt Berichte, wonach an einer Korrektur gearbeitet wird (siehe u.a. http://forum.digitalfotonetz.de/viewtopic.php?t=83314 oder www.pentaxforums.com/forums/pentax-k-5-forum/126234-who-cares-bad-auto-focus-under-tungsten-light.html). Bei Messung über den Sensor im LiveView-Modus taucht das Problem nicht auf. Anhand meines Testexemplars ist es allerdings nicht möglich, auf ein generelles Problem zu schließen oder Ursachen genau zu erkennen.

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