2 Stunden im… Landschaftspark Duisburg!

Am 16. Oktober war ich nach einigen Jahren mal wieder im Landschaftspark Duisburg-Nord unterwegs. Zum Ort muss für alle Fotografen wohl nicht viel gesagt werden. Ansonsten gibt es unter www.landschaftspark.de auch mehr Hintergrundinfos.

Die folgenden 10 Fotos sind alle mit der Pentax K-3 und einem DA 2.8/40 XS oder einem DA 18-135 WR aufgenommen. Zuerst der einer der beiden Hochöfen, wohl das Herzstück des Parks und Besuchermagnet Nummer 1.

Das Herzstück

Auf dem Weg dorthin sind Reste vom Vorabend sichtbar.

Hinterlassenschaften...
Hinterlassenschaften…

Der Aufstieg auf den Hochofen lohnt sich! Beeindruckende Aussichten und immer noch vollständig kostenlos. Bei gutem Wetter allerdings auch gar nicht so einfach, etwas Platz zum Fotografieren zu finden.

Überblick
Überblick

Industrie ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart noch vorhanden und sichtbar!

Vergangenheit I
Vergangenheit I

Und der (Auto-)Verkehr als eines der großen Themen der Region. Hier ebenfalls mit der A42 sehr gut sichtbar zwischen Grünflächen und Industrie.

Vergangenheit II
Vergangenheit II

Von oben richtet sich der Blick auch direkt nach unten auf alte Bunkeranlagen und viele technische Details.

Bunkeranlagen
Bunkeranlagen

Mittlerweile wurden auf und im Hochofen einige Botschaften hinterlassen, die sich an die Besucher richten.

Botschaften...
Botschaften…

Von oben richtet sich der Blick dann auch auf die Besucher unten. Die meisten hier schauen allerdings noch weiter nach unten auf ihre Smartphones. Der Blick geht dann sporadisch auch nach oben Richtung Sonne, Herbstlauf und Hochöfen.

Digitales Gucken
Digitales Gucken

Der letzte Teil des Abstiegs nach unten…

Abstieg
Abstieg

…bevor sich unten der Blick auf weitere Details richtet. Hier die wohl bekanntesten unmittelbar neben den Hochöfen.

Details
Details

Der Landschaftspark Duisburg bleibt immer einen Besuch wert. Die Anlage ist nach wie vor in gutem Zustand und gut gepflegt. Die Beschilderung wurde gegenüber meinem letzten Besuch komplett erneuert, ebenso einige Weganlagen. Das alte Windrad ist leider abgebaut, was als Fotomotiv immer sehr schön war. Gutes Wetter zieht weiterhin enorme Menschenmassen an, sodass für viele Motive die Wochentage sicher noch etwas besser geeignet sind – oder die Menschen werden als Teil der Motive eingebaut.

Fahrradsternfahrt Dortmund 2014

„Ab auf die Straße! Mobil ohne Auto.“ war auch 2014 das Motto der zweiten Dortmunder Fahrradsternfahrt am 15. Juni 2014. Start der Hauptroute war am Nordmarkt und in mehreren Schleifen ging es für mehr als 1.400 Radlerinnen und Radler rund um die Innenstadt, zu den Westfalenhallen, ins Kaiserstraßenviertel, zum Borsigplatz und am Ende zum Fahrradfest auf den Friedensplatz. Ich habe die Tour fotografisch begleitet und stelle hier einige Fotos bereit.

Fahrradsternfahrt 2014: Westfalenhallen
Fahrradsternfahrt 2014: Westfalenhallen

Nach der Durchquerung der Innenstadt machten die mehr als 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schleife über die Hohe Straße Richtung Süden zu den Westfalenhallen.

Fahrradsternfahrt 2014: Borsigplatz
Fahrradsternfahrt 2014: Borsigplatz

Ein Highlight für die meisten war zweifelsohne die Umrundung des Borsigplatzes mit Ein- und Ausfahrt über die Borsigstraße. Viele Schaulustige haben sich am Rand versammelt, Handys gezückt und über die Aktion diskutiert. Insgesamt blieb der größte Dortmunder Auto-Kreisverkehr für mehr als zehn Minuten durch die Polizei voll gesperrt.

Fahrradsternfahrt 2014: Tweed-Fahrt
Fahrradsternfahrt 2014: Tweed-Fahrt

Schon am Vormittag startete eine Tweed-Fahrt im Kreuzviertel bei RadGebiet, die sich der Hauptroute angeschlossen hat. Hier ein Teil der Gruppe auf dem Wallring in Höhe des Dortmunder U.

Fahrradsternfahrt 2014: Einfahrt zum Friedensplatz
Fahrradsternfahrt 2014: Einfahrt zum Friedensplatz

Schließlich ging es vom Wallring wieder in die Innenstadt und auf den Friedensplatz, wo alle auf die gute Infrastruktur des WM Public-Viewings zurückgreifen konnten und viele weitere Stände aufgebaut wurden. Dazu gehörten Verpflegung, aber auch Infostände von Punta Velo, ADFC, VCD, BUND, AOK, Stadt Dortmund und vielen Weiteren.

Fahrradsternfahrt 2014: Podiumsdiskussion
Fahrradsternfahrt 2014: Podiumsdiskussion

Nach Ankunft aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es eine Podiumsdiskussion u. a. mit Werner Blanke (ADFC, links), Oberbürgermeister Ullrich Sierau (Mitte) und Lorenz Redicker (VCD, rechts). Ullrich Sierau betont hier die hohe Bedeutung des Radverkehrs im politischen Programm der Stadt Dortmund und in seinen persönlichen Zielen als Oberbürgermeister.

Fahrradsternfahrt 2014: Fahrradfest
Fahrradsternfahrt 2014: Fahrradfest

Auf den Leinwänden des Public Viewings wurden Fotos und Videos gezeigt.

Fahrradsternfahrt 2014: Friedensplatz
Fahrradsternfahrt 2014: Friedensplatz

Zum Abschluss der Blick vom Dach des Rathauses auf den Friedensplatz. Gegen 17 Uhr endete die Veranstaltung – rechtzeitig zum Anstoß des ersten Fußballspiels des Tages um 18 Uhr.

Die nächste Sternfahrt soll am 21. Juni 2015 stattfinden.

Weitere Informationen:

Fahrradsternfahrt Dortmund

Komplette Fotostrecke

Fahrradsternfahrt 2013

Fahrraddemo 2012

Unterstützer der Sternfahrt:

Politische Radtour zur Kommunalwahl

Am 25. Mai 2014 sind in Dortmund Kommunal- und Europawahlen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Dortmund-Unna, und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) haben am 11.04.2014 zu einer politischen Radtour eingeladen, bei der es um den Radverkehr als Bestandteil einer ökologischen, flächensparenden und gesunden Mobilität ging.

Während der Tour sind einige Fotos entstanden. Als Kamera habe ich die Pentax Optio WG-3 verwendet.

FriedensplatzStart der Gruppe war am Friedensplatz.

Wallring
Wallring

Der Vorteil der Kamera kam hier zum Tragen. Kompakt und vor allem staub- und stoßgeschützt ist sie schnell griffbereit, wenn etwas passiert. Beispielsweise an dieser Stelle, wo die Teilnehmer/-innen der Tour direkt sehen konnten, dass eine grüne Ampel noch lange nicht bedeutet, dass der Weg für Radfahrer frei ist.

Ostenhellweg
Ostenhellweg

An verschiedenen Stationen vor allem in der nördlichen und östlichen Innenstadt ging es zum Schluss quer durch die Innenstadt über den „Boulevard Kampstraße“. Gar nicht so einfach, wie alle schnell feststellen mussten.

Boulevard Kampstraße
Boulevard Kampstraße

Der Weg ist zwar durchgehend befahrbar, aber – trotz der enormen Breite des Boulevards – nicht als Hauptradwegeverbindung ausgebaut.

Platz von Buffalo / Dortmunder U
Platz von Buffalo / Dortmunder U

Nicht fehlen durfte natürlich das Dortmunder U zum Ende der Tour. Gerade an der Stelle wird sichtbar, wie schwierig die Querung großer Kreuzungen für Radfahrer sein kann bzw. wie leicht das bei der Planung zunächst vergessen werden kann.

Weitere Informationen zum Radverkehr und zu den Aktivitäten von VCD und ADFC:

Die Pentax Optio WG-3 hat sich als gute Kamera für diese Aufgabe gezeigt. Zwei Schwachpunkte haben sich allerdings gezeigt. Der Dynamikumfang ist im Vergleich zu einer guten Spiegelreflex-Kamera erkennbar begrenzt und viele Aufnahmen erfordern etwas Nachbearbeitung in Form der Aufhellung dunkler Stellen oder der Abdunklung sehr heller Stellen. Und theoretisch soll die Automatik zwar Bewegungssituationen erkennen und darauf reagieren. Praktisch sind aber schnell fahrende Radfahrer doch besser mit halb-manuellem Eingreifen (höherer ISO-Wert, Sportprogramm) in den Griff zu bekommen. Dafür schlägt die Robustheit uneingeschränkt positiv zu Buche und auch die Reaktionszeiten sind schnell und ohne Aussetzer. Ebenfalls positiv der ausgewogene und treffsichere Autofokus sowie der gute Weißabgleich.

Dortmund wirkt anziehend.

Im vergangenen Sommer wurde eine neue Werbekampagne der Stadt Dortmund vorgestellt. Das Motto lautet: „Dortmund überrascht. Dich.“. In der Formulierung ist zwar wenig Inhalt enthalten, dafür etwas Wahrheit. Denn: tatsächlich hat Dortmund mittlerweile einige neue Projekte und Entwicklungen, die man als Außenstehender hier nicht erwartet. Eine florierende Innenstadt als Einkaufsmagnet, ein gehobenes Wohnquartier mit dafür eigens ausgehobenem See in Hörde (Phoenix-See) gehören als positive Überraschungen ebenso dazu wie der Hauptbahnhof mit Regional- und Fernverkehrsgleisen ohne Aufzug und dem maroden Ambiente vergangener Jahrzehnte.

Skyline Dortmund
Skyline Dortmund

Hier noch einmal die Links zur Berichterstattung über die Vorstellung der Kampagne:

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/Neues-Stadtmotto-Dortmund-will-Deutschland-ueberraschen;art930,2046814

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/dortmund-will-deutschland-ueberraschen-id8124252.html

Das Foto des Titelplakats „Dortmund wirkt anziehend.“ ist ein von mir gemachtes Foto des Dortmunder U mit einem besonders schönen und farbenkräftigen Sonnenaufgang. Das Foto ist mit einer Pentax K-7 und einem smc-DA 18-250 gemacht und bis auf einen angepassten Beschnitt und eine leichte Anpassung von Kontrast und Schärfung quasi unbearbeitet.

Bisher ist die Werbekampagne noch nicht im größeren Stil angelaufen. Wenn das der Fall ist, soll sie über mehrere Jahre laufen und jeweils abwechselnd die insgesamt neun Titelmotive zeigen.

Frohe Weihnachten!

Wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2013 – nicht nur auf dem Fotomarkt! Politik, Wirtschaft, Gesellschaft – in allen Bereichen gab es grundlegende Diskussionen, die wir mit in 2014 hinein nehmen.

Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten

Und im Kontext dieses Blogs etwas konkreter ein Rückblick: Der Name Pentax bleibt bestehen, doch immer stärker unter dem Dach der Firma Ricoh. Den Produkten hat es in den vergangenen 12 Monaten nicht geschadet. Die große Aufmerksamkeit, die sich noch vor wenigen Jahren auf den Digitalkameramarkt gerichtet hat, scheint aber abgeebbt zu haben. Zu sehr haben Smartphones und – man höre und staune – gar Tablet-PCs die Aufgabe von Kameras in Alltags- und Urlaubssitutionen übernommen. Dieser Trend wird sicher anhalten.

Wir dürfen gepannt sein, was uns 2014 bringen wird. Ich wünsche euch allen das Beste dafür und werde mir vornehmen, das auch mit dem ein oder anderen Beitrag mehr als 2013 zu begleiten.

Viele Grüße
Christian Lamker

Fahrradsternfahrt Dortmund 2013

Mindestens einmal im Jahr dreht sich in Dortmund alles um das Thema Radfahren! Nach dem Auftakt der Fahrraddemo im Juni 2012, machten sich am 16. Juni 2013 über 1.800 Radfahrerinnen und Radfahrer auf eine Runde durch Dortmund. Das Motto der Fahrrad-Sternfahrt Dortmund war „Klare Sache – Mobil ohne Auto„. Ich habe die Tour fotografisch begleitet und stelle hier ein paar erste Aufnahmen ein.

In Dortmund gibt es natürlich kein Motto, das nicht mindestens eine gewisse Nähe zum Fußball hat. Deshalb steht die Klimaschutzkampagne natürlich unter dem Motto „Klima ist Heimspiel“. Und mehr Radfahren ist dabei Teil der Aktivitäten zum Schutz unseres Klimas.

Klimaschutz ist Heimspiel
Klima ist Heimspiel

Zentraler Treffpunkt war um 13.00 Uhr an der Hörder Burg im Dortmunder Süden, direkt am Ufer des neuen Phoenix-Sees.

Langsam füllt es sich am Phoenix-See
Langsam füllt es sich am Phoenix-See

Die Tour stand unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Ullrich Sierau, der selbst begeisterter Fahrradfahrer ist. Die Polizei war mit ihrer neuen Fahrradstaffel vor Ort.

Ullrich Sierau (re.), Oberbürgermeister
Ullrich Sierau (re.), Oberbürgermeister

Von dort ging es in der Demonstration mit Polizeibegleitung durch Hörde, über die Semerteichstraße und die B1 Richtung Nordmarkt und schließlich mit einem Schlenker Richtung Kreuz-/Klinikviertel um den Wallring.

Querung der B1 an der Semerteichstraße
Querung der B1 an der Semerteichstraße

Zwei Mal kam die Demonstration dabei in unterschiedlicher Richtung am Hauptbahnhof vorbei. Sehr zum Erstaunen der vielen Fahrgäste, nachdem erst mehr als 5 Minuten nach dem ersten Radler das Ende langsam sichtbar wurde.

Königswall, Anfahrt zum Hauptbahnhof
Königswall, Anfahrt zum Hauptbahnhof

Gegen 15.00 Uhr fand die zentrale Kundgebung auf dem Friedensplatz statt. Kein Public Viewing, dafür Fahrradkino und Picknick-Atmosphäre. Nach der Ansprache des Schirmherren und Oberbürgermeisters, Ullrich Sierau, ging das anschließende Fahrradfest bis nach 17 Uhr. Musik kam von der Gruppe Ramba Samba der Gesamtschule Gartenstadt, Dortmund.

Am Wallring
Am Wallring

Die Fahrradsternfahrt wurde organisiert durch den VCD Dortmund Unna, VeloCity Ruhr, VeloKitchen Dortmund, dem Umweltamt der Stadt Dortmund und vielen ADFC-Orts- und Kreisgruppen aus Dortmund und Umgebung. Viel Unterstützung kam u.a. vom Agenda-Arbeitskreis Nachhaltige Mobilität, der AOK Nordwest, dem BUND Dortmund, der DEW21, der dobeq GmbH, dem Dortmunder Agenda-Verein, dem DRK Dortmund, metropolrad ruhr und vielen weiteren.

Fahrradfest auf dem Friedensplatz
Fahrradfest auf dem Friedensplatz

Die nächste Fahrradsternfahrt wurde aufgrund der enormen Resonanz direkt geplant: am Sonntag, 15. Juni 2014 geht es wieder im großen Pulk durch Dortmund.

Weitere Informationen:
Fahrradsternfahrt in Dortmund – www.fahrradsternfahrt.dortmund.de
VeloCity Ruhr – velocityruhr.net
VeloKitchen Dortmund – velocityruhr.net/projekte/#/velokitchen-dortmund
VCD Dortmund-Unna – www.vcd-dortmund.de

Alle Fotos wurden mit einer Pentax K-7 aufgenommen.

Fotowettbewerb „Licht und Schatten“

Noch bis Sonntag abend (7. April 2013) läuft der aktuelle DigitalFotoNetz-Fotowettbewerb zum Thema „Licht und Schatten„. Die aktuelle Wetterlage bietet sicher in ganz Deutschland – wenigstens zeitweise – einige spannende Licht- und Schatten-Spiele zwischen Schnee- und Schneeregenschauern. Alle teilnehmenden Fotos können im Anschluss vom 8. bis 21. April bewertet werden.

Für den ersten Platz gibt es ein Exemplar des Buches „Swiss Vision“ von Patrick Loertscher. Informationen dazu nter http://www.patrickloertscher.com/pl.php?site=8. Der Preis wurden zur Verfügung gestellt von der Pentax Family Schweiz (www.pentax-family-schweiz.ch).

Phoenix West Dortmund
Phoenix West Dortmund

Informationen zum Wettbewerb:
http://forum.digitalfotonetz.de/viewtopic.php?t=98265

Wettbewerbs-Galerie:
http://album.digitalfotonetz.de/categories.php?cat_id=69

Pentax DA 2.8/40 XS – Meister der Miniaturisierung

Vor etwa zwei Wochen habe ich ein gebrauchtes Pentax smc-DA 2.8/40 XS erworben und am letzten Wochenende ausführlich in Berlin an der Pentax K-7 getestet. Erste Eindrücke konnte ich bereits im Test an der Pentax K-01 sammeln (siehe Hochzeit mit K-01, Dortmunder Hafen mit K-01) – diese Eindrücke wurden nun noch einmal bestätigt.

Pentax smc-DA 2.8/40 XS
Pentax smc-DA 2.8/40 XS (Quelle: Pentax)

Das Objektiv ist beeindruckend klein und leicht. Mit einem Gewicht von 52g lässt es sich in der Fototasche kaum von einem Objektivdeckel unterscheiden. Und in der Tat: viel mehr Tiefe als ein Deckel hat es mit 9,2mm auch nicht. Eine Meisterleistung unter Anbetracht der Tatsache, dass sich auch die optische Leistung durchaus sehen lassen kann.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Es bleibt dabei, dass das Objektiv eine einzige Schwäche hat: seine Gegenlichtempfindlichkeit. In obigem Bildausschnitt wird dies erfreulicherweise kaum deutlich. In anderen Bildern gibt es aber auch teilweise sichtbare Farbsäume. Hier fordert die Baugröße offenbar ihren Tribut. Obwohl Pentax in das Gehäuse fünf Linsen in vier Gruppen gepackt hat. Ebensoviele wie beim „größeren“ smc-DA 2.8/40 Limited. Auch die SuperProtection-Vergütung sind dem kleinen 40er spendiert worden. Der QuickShift-Autofokus allerdings nicht.

Nahaufnahme
Nahaufnahme (Blende: F2.8)

Das DA 2.8/40 XS ist explizit kein Makro-Objektiv und mit einer Naheinstellgrenze von 40cm erreicht es einen maximalen Abbildungsmaßstab von ca 1:7,7 (laut Herstellerangabe). Das reicht nicht für echte Makro-Aufnahmen, ermöglicht aber dennoch Nahaufnahmen wie obige. Besonders schön hierbei ist das angenehme und weiche Bokeh der Linse.

Verzeichnung
Verzeichnung

Verzeichnung und Vignettierung sind relativ gering. Erstere ist bei geraden Linien und Formen in akzeptablem Umfang sichtbar (siehe Foto oben). Vignettierung stellt kein sichtbares Problem dar, auch nicht bei offener Blende.

Freistellen
Freistellen (Blende: F4.5)

Der Autofokus arbeitet sehr präzise in der Kombination von K-7 und DA 40 XS. Ausfälle hatte ich während des gesamten Wochenendes keine. Fokussiert wird mechanisch – ein Ultraschall-Motor wäre wohl auch kaum in dem Gehäuse unterzubringen. Auch unter schwierigen Bedingungen war aber immer schnell und treffsicher fokussiert.

Detailaufnahme
Detailaufnahme

Insgesamt sehr überzeugen kann die Schärfe-Leistung. Die Stärke des Objektivs sind eindeutig Detailaufnahmen, während es bei Landschaftsaufnahmen auch durch seine Gegenlichtempfindlichkeit ein bisschen abfällt.

 

Detail - Schöneberger Südpark
Detail – Schöneberger Südpark

Es macht aber Spaß, immer Ausschau nach neuen Details zu halten, für die dann gerade die Brennweite von 40mm ideal ist. Beim Fotografieren habe ich immer wieder gemerkt, dass 40mm für mich eine der universellsten Brennweiten darstellt. Sowohl in der engen Stadt bieten sich damit gute Motive als auch in der Natur und auch bei Detail- und Nahaufnahmen. Während andere Brennweiten auch die Motivwahl einschränken können, kann ich mit den 40mm sehr gut vom Motiv aus überlegen, wie ich es am schönsten fotografieren kann.

Natur - Schöneberger Südpark, Berlin
Natur – Schöneberger Südpark, Berlin

Einen Nachteil hat das Objektiv dann doch noch: der kleine Objektivdeckel aus Gummi birgt das Risiko schnell verlorenzugehen. Ebenso wie das Objektiv selbst. Ein echter Nachteil ist das allerdings nicht, da alle Teile ja bewusst klein konstruiert wurden. Umso schöner, dass es sogar noch für ein Filtergewinde gereicht hat, das mit 29mm allerdings eine ansonsten nicht gängige Größe hat. Eine Gegenlichtblende gehört nicht zur Ausstattung des Objektivs.

Neu wird das Objektiv von einigen Händlern für ca. 300 Euro angeboten. Gebraucht liegt es meist um oder unter 200 Euro. Da das Objektiv ursprünglich nur mit der Pentax K-01 verkauft wurde, sind die Neu- und Gebrauchtangebote allerdings nicht sehr zahlreich. Schade angesichts der Leistung des Objektivs und der besonderen Bauform!

Eine Auswahl weiterer Fotos findet ihr bei flickr:
www.flickr.com/photos/32024086@N05/sets/72157632611671747/

Christian Lamker, Januar 2013

Weltuntergang verzögert

Der Weltuntergang hat nicht stattgefunden. Zumindest nicht an diesem Wochenende. Pentax-Nutzer haben vor einigen Jahren im Zusammenhang mit der Markteinführung von K100D und K10D das Wort „Wartekamera“ geprägt. Offensichtlich wird jetzt auch das Ende der Welt zu einem „Warte-Weltuntergang“ – und das ganz ohne Beteiligung von Pentax! Ob der Weltuntergang dann im Vollformat oder in APS-C stattfindet, bleibt indes weiter unbeantwortet… Klar ist bereits: einen Blendensimulator wird er nicht haben.

Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten

Aus fotografischer Sicht können wir auf ein schönes Jahr 2012 zurückblicken, in dem sich der Fokus der Aufmerksamkeit wieder erfreulich oft auch technische Details oder insbesondere die Bildergebnisse verlagert hat (siehe auch Photokina-Messebericht). Auch Kameras tauchen zwar mittlerweile in die Welt der Voll-Vernetzung ein und lassen sich teilweise bereits direkt mit dem Internet verbinden oder mit Apps erweitern.

Die klassischen Fotofunktionen sind aber auf einem erfreulich hochwertigen Stand angekommen. Und bei Pentax gibt es mit der K-30 und der K-5 II/IIs drei sehr ausgereifte Kameras, die aus meiner Sicht unkompliziert und alltagstauglich sind. Schön ist, dass auch im Objektivsortiment einige sinnvolle Erweiterungen bereits erfolgt sind oder für 2013 erwartet werden. Aus Sicht des Internets ist auch feststellbar, dass der Boom der digitalen Fotografie  abgeebbt ist und sich auf immer mehr Plattformen, insbesondere aber soziale Netzwerke, verlagert. Es gibt immer noch eine Gruppe, für die Technik ein Selbstzweck ist – diese trennt sich aber immer mehr von den beiden anderen Gruppen: den Hobby-/Urlaubs-Fotografen und den engagierten Amateuren bis zu den Profis. Erstere nutzen bevorzugt soziale Netzwerke auch für Fotos, letztere finden sich in spezialisierten Foto-Gemeinschaften wieder.

Grund genug also auf ein schönes Jahr 2013 zu hoffen. Deshalb: Ich wünsche euch allen schöne Feiertage, eine fotoreiche Zeit „zwischen den Jahren“ und einen guten Start in das neue Jahr 2013!

Viele Grüße
Christian Lamker

Online-Beteiligung und Diskussionen

Noch vor wenigen Jahren galt das Internet als Allheilmittel, wenn es darum geht, viele Menschen zu erreichen. Und fast noch mehr, wenn es darum geht, viele Menschen auch aktiv an Diskussionen zu beteiligen. Dabei sollte es um politische Themen und Diskussionen ebenso gehen wie um konkrete Planungs- und Bauvorhaben, um kleine Aufgaben vor Ort bis zu Themen von nationaler und internationaler Tragweite.

Heute zeigen sich aber immer mehr die Grenzen des Internets als Diskussions- und Beteiligungsplattform. Während Wikipedia mindestens nach außen gut funktioniert und das auch für eine Vielzahl anderer Plattformen gilt, so stehen daneben auch fast überall offensichtliche Schwierigkeiten mit einer bestimmten Nutzergruppe. Diese kann noch harmlos als DAU (Dümmster Anzunehmender User), Super-DAU oder Troll bezeichnet werden. Oder auch mit weiteren eher beleidigenden Begriffen wie Querulant. Ihnen gemein ist, dass die Teilnahme an Diskussionen und Kommentaren bei weitem nicht so gleichmäßig und demokratisch ist, wie es nach außen verkündet wird. Theoretisch mitmachen kann jeder. Wie in der realen Welt übernimmt aber eine bestimmte Gruppe schnell die Meinungsführerschaft und drängt andere an den Rand der Diskussion.

Wohin soll die Reise gehen? (in Dar es Salaam)

Das Thema wurde beispielsweise in der letzten Zeit aktiv thematisiert von Markus Beckedahl (Artikel „Argumentiert, pöbelt nicht herum“ in DIE ZEIT v. 31.08.2012, S. 13) oder von Kai Biermann (Artikel „Wie viel Freiheit brauchen Kommentare?“ in ZEIT ONLINE v. 24.08.2012, http://www.zeit.de/digital/internet/2012-08/netzpolitik-kommentare).

Ich habe selbst knapp 10 Jahre lang (bis 2010) die Diskussionsplattform DigitalFotoNetz.de mit ca. 9.000 Mitgliedern zur digitalen Fotografie betrieben und kenne alle beschriebenen Phänomene sehr gut. Das Thema Fotografie polarisiert zwar erst einmal weniger als Politik, aber auch da artet Technik schnell in Glaubenskämpfe aus, wird schemenhaft und stammtischartig diskutiert und werden von einigen aktuelle politische Themen sehr polemisch hervorgebracht und bis an die Grenze des rechtlich erlaubten (und ggf. darüber hinaus) „diskutiert“.

Regelmäßig tritt das Problem auf, dass mit größerer Nutzerzahl auch mehr „Trolle“ die Diskussionen für sich vereinnahmen wollten und am Ende viele Themen in immer die gleiche Richtung verschoben werden. Völlig unabhängig davon, wo es mal angefangen hat oder was Ausgangsthema war. Aus einer Diskussion über ein Objektiv wurde so schnell auch eine über den Irak-Krieg. Und damit eine, die wiederum die meisten anderen nicht sonderlich interessiert hat, da sie sich bewusst in einem Fotografie-Forum aufhalten wollten. So sind auch einige Mitglieder „verloren“ gegangen, die viel Fachkompetenz hatten und immer sachlich weiterhelfen konnten. Und zu denen ich auf anderem Wege, teilweise wieder klassisch per E-Mail oder Telefon, bis heute Kontakt habe.

Wie Sie es beschreiben ergeht es leider vielen (oder fast allen?) Diskussionsplattformen im Internet, sobald sie mehr als ein paar aktive Nutzer haben. Sehr schade, da ich gleichzeitig die Erfahrung gemacht habe, dass zumindest einige im realen Leben umgänglicher sein können als in der Online-Welt. Auch wenn es die Typ-Beschreibung von Markus Beckedahl (siehe Artikel oben) sehr gut trifft. Nach meiner Erfahrung sind das meist ca. 30-50jährige männliche Personen, die entweder freiberuflich mäßigen Erfolg haben (und sich eigentlich zu größerem berufen fühlen, wenn die Welt da draußen das nur erkennen und zulassen würde) oder Leute, die in großen Firmen oder im öffentlichen Dienst relativ abgeschieden in IT-Abteilungen oder anderen „niedrigrangingen“ Service-Abteilungen ihr Dasein fristen (und für die das gleiche gilt). Offene Diskussionen über Troll-Probleme, Zensur usw. verlaufen sehr hitzig. Manchmal sorgen sie tatsächlich für kurzfristige Ruhe. Allzu oft ist die aber dann auch nicht von langer Dauer.

Im Blog netzpolitik.org gibt es umfangreiche Diskussionen darüber, wie man mit Kommentarfunktionen umgehen kann (z.B. „Einfach mal die Kommentare schließen?“ v. 20.08.2012 oder „Kommentarfunktion neu entwickeln“ v. 21.08.2012). Eine echte oder praktikable Lösung zeigt sich aber auch hier nicht. Es ist sehr stark vom Einzelfall abhängig, was sinnvoll ist. Und es hängt nicht zuletzt von den zur Verfügung stehenden Ressourcen (insbesondere Zeit, aber auch technische Möglichkeiten) ab, was realisierbar ist. Weil es hier fehlt, finden viele Diskussionen vermutlich gar nicht online statt, sondern landen doch wieder in klassischen Offline-Veranstaltungen, wo Kontrolle und Überblick einfacher zu gewährleisten sind und der Blick in die Augen des Gegenüber auch die Ernsthaftigkeit einer Äußerung einfacher erkennen lässt.

In der Stadt- und Raumplanung merke ich an vielen Stellen die Zurückhaltung mit Online-Medien. Beteiligung heißt hier oft, Informationen online bereitzustellen und Kommentare per E-Mail, Brief oder Telefon einzufordern. Erfahrung mit der Moderation von Online-Plattformen liegt bei öffentlichen Stellen oft nicht vor. Und gleichzeitig wenig Vertrauen oder wenig finanzielle Mittel für externe Dienstleister, die zur technischen Umsetzung auch gleich die Moderation und Kommunikation übernehmen. Das ist schade, da die klassischen Beteiligungsverfahren oft nur eine bestimmte Bevölkerungsgruppe erreicht. Allerdings ist auch nicht sicher, ob über das Internet eine zum Aufwand passende Erweiterung tatsächlich möglich ist.

Ich habe mich vor zwei Jahren dazu entschieden, die Verantwortung für die Plattform abzugeben. Wenn ich auch sonst viel zu tun hatte, blieb nur noch die Beschäftigung mit diesen Problemen und wenig Zeit für echte Fachdiskussionen zum Thema Fotografie. Zu vielen Mitgliedern habe ich weiterhin sehr guten Kontakt und ich kann dafür viel entspannter tatsächlich Fotografieren oder meine Ideen zu einem echten fotografischen Thema aufschreiben.

Zum Thema Netzgesellschaft hat sich Markus Beckedahl auch ausführlich in einem Buch beschäftigt: „Die digitale Gesellschaft: Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage“ (mit Falk Lüke, dtv 2012).

Viele Grüße
Christian Lamker

PS: Zu diesem Beitrag gibt es natürlich auch eine Kommentarfunktion. Beiträge müssen aber durch mich freigeschaltet werden, da es immer wieder Spam-Bots schaffen, hier etwas einzustellen. Beiträge, die den Nutzungsbedingungen (siehe Impressum) entsprechen, werden aber zeitnah freigeschaltet.

Hinweis: Zeitgleich veröffentlicht unter www.christian.lamker.de/2012/10/online-beteiligung-und-diskussionen.